Der Weg von der Mütterschule zur Einrichtung der Familienbildung

familienbildung deutschland wurde im Jahr 1956 als "Bundesarbeitsgemeinschaft katholischer Mütterschulen" gegründet. Schon die Veränderung des Namens signalisiert eine Entwicklung, die sowohl die einzelnen Einrichtungen als auch die Arbeitsgemeinschaft durchlaufen haben.

Bereits 1917 beteiligten sich die beiden großen Kirchen an der Gründung der ersten städtischen Mütterschule in Stuttgart. Bis 1933 kam es zu weiteren Gründungen, auch in evangelischer Trägerschaft. Die katholischen Frauenverbände und der Caritasverband griffen das Anliegen der Mütterbildung auf und schufen Institutionen zur Realisierung. Im 2. Weltkrieg wurden die bestehenden kirchlichen Einrichtungen aufgelöst. NS-Stellen führten dann Mütterschulung entsprechend der nationalsozialistischen Vorstellungen durch.

Nach dem 2. Weltkrieg entstand die Idee der Mütterschule neu. Auf die 1953 eröffnete Mütterschule in Köln folgten schnell Neugründungen in anderen Städten, meist durch die Initiative der örtlichen Frauenverbände.

1956 schlossen sich die Katholische Frauen- und Müttergemeinschaften Deutschland, der Katholische Deutsche Frauenbund, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und der Deutsche Caritasverband zur „Arbeitsgemeinschaft zur Förderung Katholischer Mütterschulen“ zusammen. Im gleichen Jahr verband sich diese mit den bestehenden 31 Mütterschulen zur „Bundesarbeitsgemeinschaft katholische Mütterschule“.

 Aufgrund des veränderten Frauenbildes und der Erkenntnis, dass wirkungsvolle Familienbildung alle Familienmitglieder in die Bildungsprozesse einbezieht, erfolgte 1969 die Umbenennung in „Bundesarbeitsgemeinschaft katholischer Familienbildungsstätten – Mütterschulen“. 1971 wählten alle Einrichtungen und Verbände den Namen „Bundesarbeitsgemeinschaft katholischer Familienbildungsstätten“

2006 erfolgte dann – aufgrund struktureller, innerkirchlicher Veränderungen in der Familien- und Erwachsenenbildung - eine weitere Umbenennung zur

"Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung"(BAG).