Die diesjährige 3. Bundesfachtagung der Mehrgenerationenhäuser und weiterer Initiativen zur generationsübergreifenden Arbeit in katholischer Trägerschaft am 14.5.2012 in Frankfurt machte deutlich, wie wichtig es zukünftig im Rahmen des demografischen Wandels sein wird, Jung und Alt stärker miteinander in Kontakt zu bringen und insbesondere in neuen, pastoralen Räume dafür neue Konzepte gemeinsam zu entwickeln. Insbesondere die Bistümer, Kirchengemeinden und Caritasverbände sollten in die intergenerative Arbeit vor Ort stärker eingebunden werden.
Irmgard Neuß, Leiterin der Familienbildungsstätte Dülmen und ehemaliges Leitungsteammitglied der Kath. Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) für Einrichtungen der Familienbildung Deutschland stellte die Projektidee des geplanten „Ein Haus für alle“ - Intergenerationenzentrums (IGZ) Dülmens den Tagungsteilnehmern näher vor.
Unter dem Titel „Vom Nebeneinander zum Miteinander“ – Intergenerative Familienbildung als Potenzial für Sozialraum, Kirche und Kommune wurde am Dülmener Beispiel aufgezeigt, wie Kirche und Kommune gut im Rahmen des Mehrgenerationenhauses Dülmen zusammen kooperieren können und wie der bisherige Planungsstand des geplanten IGZ Dülmen (www.igz-duelmen.de ) ist. Das Dülmener Beispiel fand großes Interesse bei der Frankfurter Tagung.
Daneben stellte Karin Vorhoff, Deutscher Caritasverband e.V. Freiburg unter dem Motto: Mittendrin im Quartier – Mehrgenerationenhäuser im Kontext von sozialer Stadt(teil)entwicklung und als Kirche vor Ort das Bundesprojekt: Kirche findet Stadt (www. kirche-findet-stadt.de ) näher vor.
Mit Christiane van Melis, Leiterin des MGH FABI Osnabrück und Leitungsteammitglied der BAG folgte die Praxis unter dem Thema: “Niedrigschwellig und kunterbunt- gute Praxis aus dem Mehrgenerationenhaus Haste in Osnabrück“.
Zum Abschluss der der gemeinsamen Tagung des Deutschen Caritasverbandes e. V, Freiburg, Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn, Kommissariat der Deutschen Bischöfe, Kath. Büro Berlin und der Kath. BAG für Einrichtung der Familienbildung Deutschlands, wurden in Gruppenarbeit die Stolpersteine und Brücken auf dem Weg intergenerativer Arbeit in Zentren gemeinsam aufgezeigt.
Viele Tagungsteilnehmer/innen wünschen sich ein besonderes Profil der katholischen Mehrgenerationenhäuser, auch über die Projektlaufzeit der Förderung durch das Bundesfamilienministeriums bis 2015 hinaus. Es wäre eine große Chance für Kirchen und Kommunen in den nächsten Jahren, den Pastoral- und Sozialraum gemeinsam generationengerecht zu entdecken und zu entfalten.