Das neue primärpräventive Elterntraining FiF Familie in Form der kath. Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung ist ein Beitrag zur Gesundheitsförderung in der frühen Familienphase.
Kindergesundheit ist abhängig vom Alltagsverhalten der Eltern und deren Bereitschaft und Fähigkeit, die Gesundheit ihrer Kinder zu fördern. Gesundheitsbewusstes Verhalten, Wissen um die kindliche Entwicklung und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sollen Eltern in ihrem Vorbildcharakter stärken und langfristige Grundlagen für ein gesundheitsbewusstes Aufwachsen ihrer Kinder ermöglichen.
In den drei Handlungsfeldern, Ernährung, Bewegung, Alltags- und Stressbewältigung sollen Familien dort erreicht werden, wo sie leben, arbeiten, lernen, spielen und sich bewegen: in Kindertagesstätten, in der Schule, in ihrer Familie und in der Freizeit. Ziel ist es, die Handlungskompetenz von Eltern dahingehend zu erweitern, dass sie Verantwortung für ihre eigene gesundheitliche Entwicklung und auch die ihrer Kinder übernehmen.
Kernstück dieses ersten Teils der Arbeitshilfe ist das Seminarkonzept „Iss gut“, das sich mit dem Aspekt der gesunden Ernährung in Familien beschäftigt. Es zielt darauf hin, das eigene Ernährungsverhalten zu reflektieren, eine gesunde und ausgewogene Ernährung für die gesamte Familie im Alltag umsetzen zu können und Familien im Umgang mit Lebensmitteln zu schulen.
Das Seminarkonzept „Iss gut“ für Familien mit Kindern bis sechs Jahren kann als abgeschlossenes Seminar in verschiedenen Kontexten der Familienbildung genutzt werden oder auch als einzelne Bausteine in der Arbeit mit Eltern-Kind-Gruppen oder in Elterngesprächen in Kindertageseinrichtungen und Familienzentren. Die Konzeption und Texterstellung lag in den Händen von Dipl.-Psychologin Regina Jauch
unter der fachlichen Begleitung von Dipl. Oec-troph. Helga Klingbeil-Weber, Bildungsreferentin der Kath. BAG.
Erste Einweisungen in das Ernährungskonzept fanden im November 2008 statt. Am18. 19. September 2009 findet ein Qualifizierungsseminar im Bereich Bewegung statt.
Ein Qualitätszirkel begleitet die weitere Konzeptentwicklung ab Oktober 2009.