Frühe Hilfen und Familienbildung

Die fachliche Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Frühe Hilfen und die Positionierung der Familienbildung stand im Mittelpunkt einer Fachtagung für Leitungskräfte und Hauptamtliche aus Einrichtungen der Familienbildung am 13.11.2014 in Düsseldorf. Claudia Weigelt, M.A. Beratung und Sozialrecht und Leiterin der Kath. Familienbildungsstätte Frankfurt zeigte auf, was Familienbildung und Frühe Hilfen miteinander zu tun haben, stellte aber auch fachliche Abgrenzungen zu den Hilfen zur Erziehung und dem Schutzauftrag vor.

Die Familienbildung hat in vielen Kommunen und Sozialräumen Angebote entwickelt, die – neben alltäglichen und praktischen Unterstützungsleistungen – im Besonderen die Beziehungs- und Erziehungskompetenz der Eltern fördern. Katholische Einrichtungen der Familienbildung bieten attraktive Angebote für Schwellenfamilien, für die Bildung und gesellschaftliche Teilhabe nicht selbstverständlich ist. Die Angebote sind freiwillig, bauen Schwellenängste ab und werden nicht als Kontrolle empfunden. Katholische Familienbildung bringt eine große Erfahrung ein in der Zusammenarbeit mit Eltern und mit Settings für Eltern gemeinsam mit ihren Kindern.

Auch Familienbildungsprogramme in den Frühen Hilfen zeigen eine deutliche Fokussierung auf die Mütter, Väter sollen künftig stärker in den Blick genommen werden.
Eine Herausforderung für die Familienbildung ist der Aufbau eines Pools von hochprofessionellen Kräften für die Realisierung ihrer Angebote im Bereich der Frühen Hilfen.